Mit den Oktan ist es wie beim Sex, mehr schadet nie! Wenn man mehr will nimmt man mehr. Obs was bringt ist Empfindungssache.
Die Oktanzahl gibt die Klopffestigkeit des Kraftstoffs an.
Das heißt, je nach Verdichtung, Hubraum u.s.w. neigt ein Motor dazu, das Kraftstoff-Luftgemisch ohne Hilfe der Zündkerze unkontrolliert zu entzünden.
Dabei entstehen sehr hohe Drücke und Temperaturen die sich in einer klopfenden oder auch klingelnden Verbrennung äußern und für den Motor alles andere als gut sind.
Um dem entgegenzuwirken, wurden Kraftstoffe mit höherer Oktanzahl entwickelt.
Ist ein Motor vom Hersteller für 95 Oktan ausgelegt reicht es auch diesen zu fahren.
Etwas anderes wäre es wenn ich z.B. beim
C20NE
der auf 95 Oktan ausgelegt ist, den Kopf um 2mm plane. Dadurch ändert sich das Verdichtungsverhältnis erheblich und es kann unter bestimmten Betriebsbedingungen zu einer klopfenden Verbrennung kommen. Daher wäre es da sicherer, entweder auf eine höhere Oktanzahl auszuweichen (teuer) oder den Oktanzahlstecker auf 91 umzustecken um zahmere Zündkennfelder auszuwählen.
Bei Motoren mit Klopfregelung (
C20XE
z.B.) ist das alles eh relativ da das
Steuergerät
auf klopfen reagiert und den Zündzeitpunkt anpasst. (bis zu einem bestimmten Grad)
Also Fazit bei ungetunten Motoren ist der beste Kraftstoff der, den der Hersteller vorschreibt und der dazu noch billig ist.